Das Stammhaus dieser kleinen, aber feinen Unternehmensgruppe ist die Familienbrauerei "Hochstiftliches Brauhaus Fulda". Mittlerweile gehören 5 Regionalbrauereien zu diesem Brauereienverbund
In der Unternehmensgruppe ist das Hochstiftliche Brauhaus Bayern, Motten, die größte Brauerei. Zusammengefaßt verkauft die Unternehmensgruppe jährlich ca. 250.000 Hektoliter Getränke.
Hochstiftliches Brauhaus Fulda
Das Hochstiftliche Brauhaus Fulda ist die "Mutter" der Lauterbacher Burgbrauerei und der Auerhahn Bräu. Seine Ursprünge liegen in der Gaststätte "Felsenkeller" in der Leipziger Strasse in Fulda, wo sich bis heute die Braustätte befindet. Durch Fusion mit der traditionsreichen Brauerei Löschenrod entstand 1906 Unionbrauerei Fulda. Aufgrund weitsichtiger Unternehmenspolitik war es 1987 möglich, die Will-Bräu, den Mitkonkurrenten aus Motten, zu übernehmen. Knapp zehn Jahre später kaufte das Hochstiftliche Brauhaus Fulda - so nennt man sich seit Dezember 1993 - die Brauerei Salch in Hammelburg. Und seit dem 1. Juli 1997 gehören auch die Burgbrauerei Lauterbach und die Auerhahn-Bräu in Schlitz dazu.
Das Hochstiftliche Brauhaus Fulda firmiert zwar in der Rechtsform einer GmbH, es ist aber in ausschließlichem Familienbesitz - also eine echte Familienbrauerei - und wird auch von dieser geleitet. Geschäftsführender Gesellschafter ist der Kaufmann Bernd Klesper. Dessen Großvater Ludwig Klesper heiratete bereits vor der Jahrhundertwende durch die Eheschließung mit einer Tochter Anton Kramers, des damaligen Brauereibesitzers, in das Brauhaus ein.
Mittlerweile sind auch die Kinder Bernd Klespers, sein Sohn Ulrich und seine beiden Töchter Ruth und Julia, im Unternehmen tätig und sichern somit die Nachfolge des Familienunternehmens. Zur Homepage des Hochstiftlichen Brauhauses.
Lauterbacher Burgbrauerei - über 475 Jahre Brautradition -
Auf 1527 ist die Entstehung der Lauterbacher Burgbrauerei zu datieren. Die Freiherren Riedesel, die die Geschichte der Region lange Zeit geprägt haben, begannen damals, das Bierbrauen gewerblich zu betreiben. Wahrscheinlich durch die enge Verknüpfung mit der Geschichte ist die Verbundenheit der traditionellen Brauerei mit den in der Vogelsberger Region lebenden Menschen so groß. Obwohl die Brauerei heute mit zu einer der ältesten, noch produzierenden Privatbrauereien in Deutschland zählt, ist sie technisch auf dem neuesten Stand: 1993 wurde ein computergesteuertes, hochmodernes Abfüll- und Logistikzentrum mit neuem Gär- und Lagerkeller errichtet.Im Jahre 1997 wurde die Lauterbacher Burgbrauerei (zusammen mit der seit 1968 zu ihr gehörenden Auerhahn-Bräu) von dem "Hochstiftlichen Brauhaus Fulda" übernommen. Die Vogelsberger Bierspezialitäten werden durch eine charmante Bierkönigin mit ihren zwei Prinzessinnen repräsentiert. Jedes Jahr wird die Bierkönigin von der Bevölkerung aufs neue gewählt und im Rahmen des Lauterbacher Prämienmarktes gekrönt.
Die Auerhahn-Bräu ist aus dem herrschaftlichen Brauwesen der Schlitzer Grafen hervorgegangen. Diese siedeten seit dem Jahr 1585 "Herrschaftsbier". Im Jahre 1920 schloß der damalige Graf Wilhelm mit der Großenlüderer Brauerfamilie Otterbein einen Pachtvertrag ab und es entstand die "Gräflich Görtzische Brauerei – Gebrüder Otterbein". Ihren Namen "Auerhahn–Bräu Schlitz GmbH" erhielt sie 1950. Im Jahre 1967 kauften dann die "Sämtlichen Riedesel Freiherren zu Eisenbach" die Geschäftsanteile der Auerhahn-Bräu und gliederten diese als selbständige Tochter der Lauterbacher Burgbrauerei an. Gemäß der Schlitzer Brautradition sind die Spezialitätenbiere der Auerhahn- Bräu ein Bekenntnis zur Bodenständigkeit und regionalen Identität.
Im schönen Saaletal - zu Füßen des Schlosses Saaleck - erbaute Johann Salch im Jahre 1887 in Hammelburg seine Brauerei. Über drei Generationen befand sich die Brauerei im Familienbesitz. Da leider keine Nachfolger vorhanden waren, wurde die Brauerei 1997 an die Privatbrauerei "Hochstiftliches Brauhaus Fulda" verkauft, wodurch die Fortführung als familiengeführte Brauererei gesichert werden konnte.